Zeitreise Jaidhof

Begleiten Sie uns auf unserer Zeitreise.

“Zeitreise Jaidhof” nimmt Sie mit auf eine spannende und zeitgemäße Entdeckungsreise durch die Entwicklung dieser geschichtsträchtigen Gemeinde im Waldviertel. Tauchen Sie ein in die Vergangenheit und erleben Sie Geschichte, die lebendig wird – von der ersten Erwähnung im Mittelalter über die prägenden Epochen bis hin zur Gegenwart.

Reise durch die Zeit

Ein digitales Museum mit einer reichen Sammlung historischer Berichte.

Willkommen auf unserem Geschichtsblog, wo die Echos der Vergangenheit durch fesselnde Erzählungen und historische Berichte wieder erklingen.

Tauchen Sie ein in die Vergangenheit und entdecken Sie vergessene Geschichten über das damlige Leben in Jaidhof.

114112601308138114531515152115841608164116621684174217661769182218481871188419001918
  • 24 - Aug.
  • 12 - Mai
  • 01 - Aug.
  • 10 - Feb.
  • 01 - Feb.
  • 08 - Sep.
  • 18 - März
  • 07 - Okt.
  • 20 - Juni
  • 05 - Sep.
  • 01 - Juni
  • 23 - Nov.
  • 08 - Aug.
  • 14 - Okt.
  • 23 - März
  • 18 - Aug.
  • 26 - Juli
  • 23 - Okt.
  • 18 - Sep.
  • 01 - Jan.
  • 12 - Mai
  • Erste Erwähnung des Herrschaftsgebietes

    24. August 1141
    12. Jahrhundert, Mittelalter
    Der Gföhler Forst erstreckt sich zwischen Kamp und Krems und wurde ursprünglich von der Babenbergerburg Gars am Kamp verwaltet. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1141, als Herzog Leopold IV. dem bayerischen Stift Reichersberg das Holzungsrecht gewährte. Um 1190 trat „Rudwinus de Gevelli“, ein Vertreter des Gföhler Ministerialengeschlechts, als Verwalter in Erscheinung.
  • Der Böhmenkönig Ottokar II.

    12. Mai 1260
    Nach dem Aussterben der Babenberger übernahm der böhmische "König Ottokar II. Přemysl" im 13. Jahrhundert das Gebiet. Historische Dokumente belegen, dass das Herrschaftsgebiet damals zwölf Orte umfasste: Winkel, Ramsau, Neu- und Altpölla, Felling, Thunau, Loiwein, Gföhl, Pallweis, die Burg Krumau sowie Groß-Motten und Schmerbach.
  • Schenkung an das Kloster Gleink

    1. August 1308
    14. Jahrhundert, Mittelalter
    Anfang des 14. Jahrhunderts wurde die „Herrschaft Gföhl zu Jaidhof“ erneut urkundlich erwähnt: Eine Schenkungsurkunde an das Kloster Gleink aus dem Jahr 1308 nutzt erstmals die Bezeichnung „Geveller Wald“. Da die Landesfürsten in diesem Jahrhundert oft unter Geldmangel litten, verpfändeten sie Rechte am „Vorst“ teilweise oder ganz. Die so generierten Forsterträgnisse dienten ihnen als wichtige Einnahmequelle.
  • Urkundliche Erwähnung von Jaidhof

    10. Februar 1381
    14. Jahrhundert, Mittelalter
    Ende des 14. Jahrhunderts wurde „Jaidhof“ (Gejaidhof) erstmals urkundlich erwähnt. Am 10. Januar 1381 bestätigte Herzog Albrecht III., dass das Kloster Lilienfeld dort Besitzungen als freies Eigen erworben hatte. Der Name leitet sich von „Jaid“ (Jagd) ab und verweist auf die Nutzung des Gföhler Waldes. Zudem befand sich hier die erste zentrale Forstverwaltung, die den landesfürstlichen Beamten der Herrschaft Gars unterstellt war.
  • Das Geschlecht der Neudecker

    1. Februar 1453
    15. Jahrhundert, Mittelalter
    Nachdem Otto IV. von Maissau die Herrschaft Gföhl zu Jaidhof sowie den Gföhlerwald wegen Hochverrats an Herzog Albrecht V. verloren hatte, ging das Gebiet in landesfürstliche Verwaltung über. Im Jahr 1453 erhielt Hans Neudeck von Rana von König Ladislaus das „Ungeld“ zu Gföhl. Diese Pfandschaft endete 1515 unter Leopold von Neudeck.
  • Freiherr Leonhard Rauber

    8. September 1515
    16. Jahrhundert, Frühe Neuzeit
    1515 übernahm Leonhard Rauber, Herr zu Plankenstein, Karlstetten und Dobra, die Pfandschaft über die Herrschaft Gföhl. Als geheimer Rat und Obersthofmarschall Kaiser Maximilians I. wurde er 1516 zum Freiherrn erhoben. Die Raubers entstammten einem krainischen Adelsgeschlecht, das im 14. Jahrhundert auch in Niederösterreich ansässig wurde und dort über Generationen hinweg bedeutende Positionen innehatte.
  • Die Herren von Greiß

    18. März 1521
    Am 18. März 1521 verschrieb "Kaiser Karl V. zu Worms" die Herrschaft Gföhl zu Jaidhof an "Jägermeister Wilhelm von Greiß". Nach einer Verlängerung auf Lebenszeit übernahmen seine Söhne den Besitz für weitere zehn Jahre. Schließlich gelangte die Herrschaft an den Enkel "Hans Jakob von Greiß", welcher sie jedoch im Jahr 1581 mitsamt aller Einkünfte an den Kaiser zurückgab.
  • Erste Besiedelung des Gföhlerwaldes

    7. Oktober 1584
    16. Jahrhundert, Frühe Neuzeit
    Die Besiedelung der Herrschaft und des Gföhlerwalds begann erst 1584 mit Holzfällern und Köhlern, die zunächst etwa 20 Hütten errichteten. Durch den Zuzug weiterer Arbeiter wuchs die Siedlung in der Folgezeit rasant an: Zählte man im Jahr 1668 bereits 162 Hütten, stieg die Zahl bis 1690 auf insgesamt 256 Gebäude an.
  • Lazarus Henckel von Donnersmark

    20. Juni 1608
    Nach der Pfandschaft unter Forstmeister “Josef Nuesser” verkaufte “Kaiser Rudolf II.” die Herrschaft Gföhl samt Gföhlerwald 1608 an “Lazarus Henckel von Donnersmark”. Der ungarische Freiherr trieb die Besiedelung durch Zinshütten voran und ließ Maierhöfe, Schäfereien sowie Glashütten erbauen.
  • Neuer Gutsherr Heinrich Kielmann

    5. September 1641
    17. Jahrhundert, Frühe Neuzeit
    Nach dem kinderlosen Tod von “Lazarus Henckel von Donnersmark” 1636 wurde “Heinrich Kielmann von Kielmannseck” im Jahre 1641 neuer Gutsherr von Jaidhof. 1652 in den Freiherrenstand erhoben, baute er die Herrschaft massiv aus, bis sie zum „Herrschaftssitz Jaidhof“ wurde.
  • Familie Sinzendorf

    1. Juni 1662
    Im Jahre 1662 verkaufte “Johannes Ulrich Kielmann von Kielmannseck” erste Anteile der Herrschaft an die Familie Sinzendorf. 1663 erwarb Hofkammerpräsident “Graf Georg Ludwig von Sinzendorf” die Herrschaft Gföhl zu Jaidhof schließlich endgültig. Er prägte den Ort nachhaltig: Sinzendorf errichtete eine Brauerei, legte einen Tiergarten sowie diverse Fischteiche an und verlieh dem Schloss jene markante barocke Form
  • Ein Jüngling als Herrscher

    23. November 1684
    17. Jahrhundert, Frühe Neuzeit
    Hofkammerpräsident Graf Georg von Sinzendorf wurde 1680 wegen Hochverrats und Falschmünzerei seiner Ämter enthoben. 1684 übernahm sein zweitältester Sohn, Graf Philipp Ludwig Wenzel von Sinzendorf, im Alter von nur 13 Jahren die Herrschaft, die er insgesamt sechzig Jahre lang innehatte.
  • Johann Wilhelm von Sinzendorf

    8. August 1742
    Unter “Philipp Ludwig von Sinzendorf” wurde der Gföhlerwald reformiert; die Herrschaft umfasste 385 Holzhackerhütten, vier Mühlen, acht Herrenhöfe und mehrere Glashütten. Nach seinem Tod 1742 übernahm sein erstgeborener Sohn, “Johann Wilhelm von Sinzendorf”, die Herrschaft Gföhl.
  • Franz Wenzel und Rosina

    14. Oktober 1766
    18. Jahrhundert, Frühe Neuzeit
    Durch die Hochzeit von Rosina, der Tochter “Johann Wilhelms”, mit “Franz Wenzel von Sinzendorf” 1748 blieb die Herrschaft Gföhl im Familienbesitz. In dieser Zeit erreichte die Kolonisation des Gföhlerwalds ihren Höhepunkt. Die forcierte Holzvermarktung und verstärkte Schlägerungen führten jedoch zu weitaus höheren Robotforderungen an die Waldbauern, wodurch der Unmut innerhalb der Bevölkerung stetig zunahm.
  • Bauernaufstand

    23. März 1769
    Im Jahre 1769 entlud sich in Jaidhof und im Gföhlerwald der Zorn über die drückende Grundherrschaft. Ursache waren exzessive “Robotleistungen” (unbezahlte Frondienste) und hohe Abgaben an die Gutsverwaltung. Die Bauern verweigerten die Arbeit und wehrten sich gegen die Unterdrückung. Doch der Widerstand scheiterte: Maria Theresias Militär schlug den Aufstand gewaltsam nieder. Das Ereignis blieb als wichtiges Zeichen der sozialen Not im Waldviertel vor den großen Reformen Josephs II. in Erinnerung.
  • Georg Anton Graf Thurn-Valsassina

    18. August 1822
    19. Jahrhundert, Kaiserzeit
    Nach dem Tod von “Franz Wenzel” im Jahr 1792 trat sein Sohn “Oktavian” die Nachfolge an. Er führte die Herrschaft jedoch nur sieben Jahre lang, bevor er sie an seinen Vetter “Prosper Graf von Sinzendorf” weitergab. Im Jahr 1822 kam es schließlich zu einem weiteren bedeutenden Besitzwechsel: “Georg Anton Graf Thurn-Valsassina” übernahm die Herrschaft. Dieser Übergang war familiär begründet, da seine Mutter “Maria Anna” eine geborene Gräfin von Sinzendorf war und auf diese Weise die Verbindung zwischen den beiden Adelsgeschlechtern festigte.
  • Die Bauern sind frei

    26. Juli 1848
    19. Jahrhundert, Kaiserzeit
    Der 26. Juli 1848 war ein Ruhmestag für den österreichischen Bauernstand. Hans Kudlich stellte im Wiener Reichstag den Antrag auf Aufhebung der bäuerlichen Untertänigkeit. Nach langer Debatte wurde dieser angenommen: Die Bauern waren endlich frei! Dieser historische Schritt bedeutete auch für die Herrschaft Gföhl zu Jaidhof das Ende der Grundherrschaft. Damit endete die jahrhundertelange Abhängigkeit der Landbevölkerung und ebnete den Weg für eine selbstbestimmte Zukunft der Bauern in der gesamten Monarchie.
  • Simon Freiherr von Sina

    23. Oktober 1871
    19. Jahrhundert, Kaiserzeit
    Nach dem Ende der Grundherrschaft entstanden aus 14 Waldämtern zehn selbstständige Gemeinden. Jaidhof bildete mit weiteren Ämtern das Zentrum der einstigen Herrschaft Gföhl. Im Jahre 1871 erwarb Simon Freiherr von Sina diesen Güterkomplex und begann mit der wohnlichen Einrichtung des Jaidhofes.
  • Wilhelm Isak Wolf Ritter von Gutmann

    18. September 1884
    19. Jahrhundert, Kaiserzeit
    Am 18. September 1884 erwarb “Wilhelm Isak Wolf Ritter von Gutmann” die Herrschaft von “Georg Fürst Maurocordato”, der sie nach dem Tod seiner Frau “Irene von Sina” übernommen hatte. Mit Gutmann begann in Jaidhof eine Blütezeit, die durch sein Ableben 1895 vorerst endete.
  • Dr. Maximilian Ritter von Gutmann

    1. Januar 1900
    20. Jahrhundert, Kaiserzeit
    Nach Wilhelms Tod sollten seine Söhne “Maximilian” und “Rudolf” das Gut übernehmen. Da “Max” noch sehr jung und “Rudolf” noch minderjährig war, führte seine zweite Frau “Ida von Gutmann” bis 1900 die Vormundschaft. Erst in diesem Jahr wurde “Bergrat Dr. Maximilian Ritter von Gutmann” schließlich alleiniger Eigentümer von Jaidhof.
  • Semper progrediens

    12. Mai 1918
    In jener Zeit wuchs das Gut auf rund 300 ha. Das Zentrum wurde durch Villen, eine Gärtnerei, eine Meierei, ein Elektrizitätswerk sowie zahlreiche Handwerksbetriebe wie Schmiede, Tischlerei und Sattlerei erweitert. Nahe dem Drescherteich entstanden neue Arbeiterhäuser. Zudem wurden die Betriebsfeuerwehr gegründet und die Reitschule großzügig ausgebaut. Diese umfassende Expansion verwirklichte den Hauswappenspruch der Familie Gutmann „Semper progredies – immer voranschreiten“ als ein klares Zeichen des stetigen Fortschritts.

Historische Geschichten und Berichte

Entdecken Sie die vergessenen Geschichten und begeben Sie sich auf eine Zeitreise.

Neueste Artikel

Unweztter 1781

Ein Unwetterbericht aus dem Waldviertel anno 1781

Seit urdenklichen Zeiten wird die Menschheit von Naturkatastrophen vielfältigster Art heimgesucht. In gewissen Abständen erfolgen Erdbeben, Überschwemmungen und Dürreperioden.
Weiterlesen
Bauernrevolte in Jaidhof

Die Bauernrevolte im Gföhlerwald anno 1769

Noch zu Anfang des 15. Jahrhunderts war das Gebiet des „Gföhlerwaldes“ zwischen dem Kamp- und Kremsflusse als südöstlicher Ausläufer der…
Weiterlesen
Nachkriegszeit Ruinen

Sowjets und USFA. geben beschlagnahmten Besitz an Österreich zurück

Wie die TASS, bekannt gibt, wurde eine Reihe von Betrieben, welche auf Grund der seinerzeitigen Verfügung des sowjetischen Oberkommandos gemäß…
Weiterlesen
Morgensport in der Gauschulungsburg Jaidhof

Schulung der Blockleiterinnen der NS-Frauenschaft am Jaidhof

Mit Freude und Spannung hielten 46 Teilnehmerinnen am Jaidhof ihren Einzug. Das Schloß trägt heute den Manem “Hauptmann Leopold” nach…
Weiterlesen
↑